Pressemitteilung vom 26.07.2015
Die Jugendkirche wird den Bauförderverein auch beschäftigen
„Hier ist es etwas anders. Sie sind aktiv und kreativ.“ Pfarrer Joachim Giesler würdigt die Vorstandschaft des kirchlichen Baufördervereins aus Fautenbach als „ein schönes i-Tüpfelchen im Dorf“, das nicht nur Gelder sammle und verwalte, sondern mit seinen Aktionen nachhaltig ins Dorf hinein wirke. Bei der Mitgliederversammlung im Pfarrhaus kommt dies mehrmals in den Berichten zum Ausdruck. Hier zwei Beispiele: Die Talentetombola beim letztjährigen Pfarrfest habe nicht nur 1 000 Euro für den Kindergarten erbracht, die sozialen Kontakte zwischen Talentspender und Gewinner seien genauso wertvoll, ebenso das Engagement der Eltern bei den Arbeiten an der Außenanlage. Der historische Fautenbacher Kalender, den Michael Karle erstellt, lässt im Vorfeld viele Menschen über die Motive ins Gespräch kommen und sei auch eine Brücke zu den auswärts wohnenden Fautenbachern, die sich immer wieder spendabel zeigten. Für den Vorsitzenden Carmelo Scalisi ist der Bauförderverein ein „kleines Gemeindeteam.“ Sich hier zu betätigen sei für ihn eine Form an einer lebendigen und integrativen Kirche mitarbeiten zu können. Vor vier Jahren wurde der Bauförderverein der Pfarrei St. Bernhard gegründet. Schriftführer und Kassierer Wolfgang Mark informierte über die letzten zwei Geschäftsjahre, die einen guten Kassenstand verzeichnen. Seit 2011 habe man auch Rücklagen gebildet und daraus über 30 000 Euro zweckgebunden an die Pfarrei überweisen können. Möglich wird eine solche Summer durch Mitglieder, Ehrenamtliche, private Spender, Vereine und Firmen sowie Erlöse aus Aktivitäten, erklärte Mark. „Es lag alles vor, war überschaubar und wir waren schnell fertig.“ Das positive Fazit von Brunhilde Ganter, die mit Hermann Weber die Kasse auch noch die nächsten zwei Jahre prüfen wird, führt zur einstimmigen Entlastung des Vorstands. Mit dem gleichen Ergebnis geht die Änderung bei der Satzung über die Bühne. Nach der rechtlichen Umbildung zum Jahresbeginn gibt es nur noch die römisch-katholische Kirchengemeinde Achern. Deren Stiftungsrat entsendet einen Vertreter der Fautenbacher Pfarrei in den Vorstand des Baufördervereins. So lautet im Kern die geänderte Formulierung. Michael Karle ist der Gesandte, er war es bisher. Ohne Gegenstimme bestätigt die Versammlung die Vorstandschaft: Vorsitzender Carmelo Scalisi, dessen Stellvertreter Leopold Lorenz sowie drei Beisitzer: Helene Ganter, Wolfgang Mark (weiterhin Schriftführer und Kassierer) und Erich Schindler. Ob die Jugendkirche Fautenbach zum 60. Kirchweihtag im November 2016 fertig sein wird, könne er nicht beantworten, so Pfarrer Giesler. Gleichwohl finde er den Vorschlag von Leopold Lorenz sehr gut. Man sei auf einem guten Weg mit der Erzdiözese Freiburg, um St. Bernhard einer Tandemlösung zuzuführen. Das bedeute, dass für Jugendliche der Seelsorgeeinheit Achern ein besonderer Kirchenraum entstünde. Gleichzeitig könne das „normale“ Pfarreileben auch darin ablaufen. Zurzeit überprüfe die Erzdiözese die Vorschläge, unter anderem, den Altar aus dem Chor in das Schiff zu verlegen und die Orgel zu versetzen sowie bestimmte Infrastrukturleistungen zu realisieren. Der Zeitplan sei noch offen, ebenso die Höhe des Zuschusses aus Freiburg. Wie geht’s beim Bauförderverein weiter? „Die Jugendkirche wird uns sicher beschäftigen, aber wir brauchen vorher noch einen Kitzel.“ In Bälde will man wieder aktiv und kreativ sein.
Sonntagskollekte
Dank richten die Pfarrgemeinderäte und die Vorstandsmitglieder des Baufördervereins an alle, die die aktuellen Bauprojekte mit Rat, Tat und auch finanziell begleiten. Einem sehr guten Start, so ist man sich einig, soll nun die nachhaltige Aktivität für Kirchturm, Kirche, Kindergarten und andere bauliche Angelegenheiten folgen. Beschlossen wurde, dass künftig die 1. Sonntagskollekte des Monats (mit wenigen Ausnahmen auch andere Termine) speziell für diese Zwecke eingesetzt wird. Ein gesonderter Hinweis wird jeweils zu dem betreffenden Sonntag erfolgen.
Abschlussfeier am Fautenbacher Kirchturm
Bewegende Momente und einen Spendenscheck des Baufördervereins brachte die Abschlussfeier zur Sanierung von Kirchturm und Kirche in Fautenbach. Handwerker, Architekt Joachim Berger vom erzbischöflichen Bauamt, Nikolaus Hogenmüller von der kirchlichen Verrechnungsstelle und Ortsvorsteher Gebhard Glaser waren ebenso dabei, wie knapp 100 erwachsene und junge Mitglieder der Pfarrgemeinde, der Bauförderverein, der Bauausschuss und sehr aktive Sanierungsunterstützer. „Auf den Tag genau 55 Jahre nach der Einweihung durch den Freiburger Weihbischof Hermann Schäufele haben wir eine neu sanierte Kirche und Kirchturm", dankte Michael Karle für qualitätvolle Arbeit und auch für Spenden.
Vereine spenden für Kirchturm
Dass der Turm der Pfarrkirche den Fautenbacher Vereinen viel bedeutet, wurde bei der Übergabe mehrerer Spenden mit einer Gesamtsumme von 3500 Euro deutlich. Michael Karle, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, und Carmelo Scalisi, Vorsitzender des Baufördervereins, hießen im Sitzungszimmer des Pfarrhauses Vertreter der Feuerwehr, der Jagdgenossenschaft, der Geschichtswerkstatt, des Gesangvereins und des Altenwerks willkommen.