Die Kirchenfenster
Thema 6. "Die Kirchenfenster"
Die Gestaltung der Kirchenfenster wurde vom damaligen Pfarrer, G. A. Staudt initiiert.
Fenster Nr. 1: Mutter Anna mit Maria
Was ist auf dem Bild zu sehen?
Mutter Anna lehrt Maria aus der Heiligen Schrift. So lernt sie bereits im Kindesalter das Wort Gottes zu verstehen.
Rechts im Bild der Hl. Joachim mit einem Körbchen in der Hand. Darauf sitzen zwei Tauben. Diese symbolisieren den Frieden und das Opfer der armen Leute. Reiche Leute oder Gläubige opferten ein junges Lamm (Opfergaben fanden nur im Tempel statt).
Wer stiftete dieses Fenster?
Fam. Dionys Schmiederer im Jahre 1908
Fenster Nr. 2: Hl. Dominikus, Maria und Jesus
Dieses Kirchenfenster stellt eine Szene aus der Kirchengeschichte dar:
Dominikus bekommt von Jesus den Rosenkranz bzw. das Rosenkranzgebet. Das Rosenkranzgebet war eigentlich für das einfache Volk bestimmt, das in jener Zeit weder lesen noch schreiben konnte.
Was ist auf dem Bild zu sehen?
Oben auf dem Bild ist ein Engel zu sehen, der Rosen herabfallen lässt („Rosenkranz“) und daneben ein Rosenstrauch.
Maria selbst trägt eine Krone mit 12 Sternen. Diese Darstellung ist aus der Apokalypse der geheimen Offenbarung. Die Tauben selbst symbolisieren den Frieden.
Wer war Dominikus?
Dominikus (1170 – 1221) stammt aus einer angesehenen Adelsfamilie der Guzmann in Caleruega in Kastilien. Er war ein Gelehrter und konnte mehrere Sprachen sprechen. Er studierte Theologie und Philosophie und erhielt die Priesterweihe.
Dominikus gründete einen Orden. Er und seine Mitbrüder sahen als ihre Hauptaufgabe, den christlichen Glauben zu verkünden („Predigerorden“). Sie lebten von Spenden und hatten keinen weltlichen bzw. materiellen Besitz („Bettelorden“).
Wer stiftete dieses Fenster?
August Bär, 1908
