Thema 1. "Unsere Kirche - Kircheninnenraum

Wie die Önsbacher zu ihrer Pfarrkirche kamen

Einst …
… mussten die Önsbacher über viele Jahrzehnte nach Fautenbach zum Gottesdienstbesuch und zum Empfang der Sakramente gehen. Davon zeugen die Routen der alten „Kirchwege“ zwischen beiden Ortschaften.
Der Wirt des in unmittelbarer Nachbarschaft der heutigen Pfarrkirche gelegenen Gasthauses „Adler“, Adam Örtel, ließ 1683 eine Kapelle zu Ehren des Heiligen Josef errichten.
In den Wirren der damaligen Zeit wurde in den darauffolgenden Jahren die Kapelle zerstört und 1698 wieder aufgebaut.
Die Außenmaße der nun größeren, wieder erbauten Kapelle waren:
Länge 12,70 m, Breite 7,30 m und Höhe 4,65 m.
Der Wunsch nach einem eigenen Pfarrer samt Errichtung einer eigenen Pfarrei mit Pfarrkirche aber blieb bestehen.
Es sollte noch mehr als einhundert Jahre dauern, bis diese Wünsche sich nach und nach erfüllten.
1786 wurde bewilligt, dass Önsbach zwar nicht mit einem Pfarrer versorgt würde, jedoch auf Weisung des Pfarrers aus Fautenbach ein Vikar die Gottesdienste übernehmen und Taufen spenden dürfe.
Bis 1788 wurde die Kapelle soweit vergrößert und eingerichtet, dass dies möglich wurde.
1792 wurde eine Pfarrei errichtet, so dass die Kapelle zur Pfarrkirche wurde. Auch ein Pfarrer wurde eingesetzt, er hieß Franz Josef Schneider.
Parallel dazu wurden von der Regierung Geräte, Gewänder und Wäsche zur Verfügung gestellt. Es war die Zeit der Säkularisation, in der viele kirchliche Besitztümer mitsamt Inventar der Kirchen und Klöster enteignet und vom Staat eingezogen wurden. Die Gegenstände stammten aus solchen aufgehobenen Klöstern und Kirchen.
Zur bereits vorhandenen „Matthäus-Glocke“, die nach wie vor als jetzt kleinste der Glocken vorhanden ist, gab es eine zweite, „Wendelin-Glocke“.
Lange Jahre war man sich uneinig über den genauen Standort sowie die Größe der künftigen Kirche. Es wurde geplant und die Pläne wieder verworfen, Baumaterial herbeigeschafft und doch mit dem Bau noch nicht begonnen.
 
Wie ging es weiter mit der Kirche?
 
  • 1823            Stiften der dritten „Josefs-Glocke“
  • 1824            Neu-Gießen der „Wendelins-Glocke“, vermutlich verwendete man dazu als Material die bereits vorhandene
  • 1837            Erneuerung des Turms
  • 1847            Umfangreiche Reparatur der Orgel
  • 1861            Neuanschaffung der Orgel
  • 1861            Erneuerung des Hochaltar-Bildes
  • 1863            Stiften eines neuen Altarbildes für den Marien-Altar
  • 1870            Erneuerung der Turmuhr
  • 1897            Erneuerung des Chors mit Neugestaltung des Hochaltars
  •    Abtrennung des „Läuteraums“ zum Chorraum
  • Altartisch und Tabernakel wurden neu geschaffen
  • Der Altar erhielt ein neues Bild
  • Erneuerung der Sakristei
  • Fenster erhielten farbige Scheiben
  • 1899            Erneuerung des Turms
  • 1901            Wurde eine vierte, große Glocke gestiftet mit Ton G
  • 1908/09       Große Renovation, unter anderem:
  •                    Anbau des Treppentürmchens
  •                    Verlegen von Steinplatten am Boden
  •                    Anschaffen neuer Bänke
  •                    Neufertigung der Türen, die innen Windfänge erhielten
  •                    Erneuerung der Fenster
  •                    Kirche wurde ausgemalt und erhielt Deckenbilder
  •                    Elektrische Beleuchtung der Kirche
  • 1917            Im Zuge des Ersten Weltkrieges musste die vierte, größte Glocke abgegeben werden.
  • 1921            Neubeschaffung als Ersatz für die große Glocke
  • 1928            General-Überholung und Erneuerung der Orgel
  • 1937            Neuanschaffung einer Orgel, die 1939 eingeweiht wurde
  • 1939-45       Verlust von Glocken aufgrund des Zweiten Weltkrieges
  • 1948            Zwei Glocken kamen zurück, konnten Instand gesetzt und neu geweiht werden
  • 1952            Einbau der elektrischen Läute-Anlage, so waren der Handbetrieb und der „Glocken-Läuteraum“       überflüssig geworden.
  • 1953            Aufstellen des neuen Hochaltares
  • 1954            Einbau der Heizung
  • 1957            Beschaffung eines neuen Kreuzweges
  • 1959            Einbau des elektrischen Liedanzeigers
  • 1970            Umbau/Renovation des Kircheninneren, unter anderem
  •                    Einbau der Fußboden-Heizung, neuer Bodenbelag
  •                    Erneuerung der Kirchenbänke
  • 1974            Aufstellen des Zelebrationsaltares
  • 1975            Erneuerung/Umbau der Beichtstühle
  •                    Installation einer Lautsprecheranlage
  • 1976            Außenrenovation der Kirche, unter anderem:
  •                    Neue Dacheindeckung
  •                    Erneuerung der Kugel auf dem Turm
  •                    Einsetzen der Figur des heiligen Josef über dem Haupteingang
  •                    Erneuerung der Empore und der Orgel
  • 1979            Neubau und Vergrößerung der Sakristei
  • 2008/09       Innenrenovation zum 200jährigen Bestehen der Pfarrkirche